Schwimmen lernen braucht Zeit
- Julian Weijer
- 17.07.2026
- Elternratgeber
Geduldstipps für motivierte Eltern
Es ist ein häufiges Bild am Beckenrand: Eltern beobachten jede Bewegung ihres Kindes ganz genau und würden am liebsten korrigierend eingreifen. Doch Geduld ist beim Schwimmenlernen die wichtigste Eigenschaft, die Eltern mitbringen können. Der Weg vom Nichtschwimmer zum sicheren Schwimmer ist kein Sprint, sondern ein Ausdauersport.
Warum Vergleiche nicht helfen
„Der Jonah ist aber schon viel weiter“ – solche Gedanken schleichen sich schnell ein. Jedes Kind bringt jedoch andere Voraussetzungen mit. Ein Kind ist motorisch schon sehr geschickt, hat aber vielleicht Respekt vor dem tiefen Wasser. Ein anderes Kind springt mutig überall hinein, braucht aber länger, um die Bewegungen zu koordinieren.
Drei Tipps für mehr Gelassenheit:
1. Vertrauen in die Trainer: Professionelle Schwimmlehrer wissen, wann sie ein Kind fordern können und wann eine Pause nötig ist. Vertraue auf deren Erfahrung.
2. Kleine Schritte feiern: Auch wenn das Kind noch keine ganze Bahn schwimmt – das erste Mal eigenständig im Wasser zu gleiten, ist bereits ein echter Fortschritt.
3. Keinen Zeitdruck aufbauen: Plane den Schwimmkurs nicht direkt vor dem Sommerurlaub, in dem das Kind „unbedingt schon schwimmen können muss“. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto entspannter lernt es sich.
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