Spielerisch die Angst vor dem Wasser verlieren
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Julian Weijer
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30.06.2026
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Elternratgeber
Wasser im Gesicht? Wie du deinem Kind spielerisch die Angst vor dem Nass nimmst
Für viele Erwachsene ist es eine Kleinigkeit, aber für ein Kind kann es eine echte Überwindung sein: Wasser, das plötzlich über das Gesicht läuft oder in die Augen gelangt. Wenn ein Kind Angst davor hat, blockiert es oft beim Schwimmenlernen. Deshalb ist es wichtig, diesen Schritt in Ruhe anzugehen.
Warum das Gesicht so empfindlich ist
Der Reflex, das Gesicht vor Wasser zu schützen, ist völlig normal. Im Gesicht liegen viele Nerven, und das Gefühl, keine freie Sicht zu haben oder schlecht Luft zu bekommen, verunsichert Kinder schnell. Der Schlüssel liegt darin, das Wasser mit etwas Positivem oder zumindest Alltäglichem zu verknüpfen.
Praktische Übungen für das nächste Mal im Schwimmbad
Du musst dein Kind nicht direkt unter die Dusche stellen. Besser sind kleine, schrittweise Übungen, die ihr gemeinsam im flachen Wasser machen könnt:
• Das „Regen“-Spiel: Lass Wasser aus deinen Händen wie Regen auf die Schultern und den Hinterkopf des Kindes tröpfeln. Wenn das gut klappt, wanderst du langsam weiter nach vorne.
• Wasser schöpfen: Lass dein Kind mit den eigenen Händen Wasser schöpfen und sich selbst das Gesicht erfrischen – so behält es die volle Kontrolle.
• Gegenstände anpusten: Legt ein leichtes Spielzeug (zum Beispiel eine Ente oder einen Tischtennisball) auf die Wasseroberfläche. Wenn dein Kind versucht, das Spielzeug durch Pusten zu bewegen, ist der Mund automatisch nah am Wasser, und kleine Spritzer lassen sich kaum vermeiden.
• Blubbern: Dein Kind geht mit dem Kinn und teils mit dem Mund ins Wasser und pustet so kräftig es kann ins Wasser, da kommen auch immer wieder kleinere Spritzer ins Wasser und es traut sich mit der Zeit immer weiter und länger mit dem Mund ins Wasser. Der nächste Schritt ist dann das Blubbern mit der Nase.
Dranbleiben zahlt sich aus
Es ist völlig in Ordnung, wenn diese Schritte nicht am ersten Tag klappen. Wenn dein Kind merkt, dass ein paar Tropfen im Gesicht nicht schlimm sind und sich leicht wegwischen lassen, legt sich die Skepsis meist von ganz allein.